BCB SUMMER CAMP 2020

Sommer-Camp in Corona-Zeiten

(Hier geht es zum Originalartikel)

„Integration durch Sport“: 140 Kinder tobten sich auf dem Tempelhofer Feld aus

Acht Tage, 15 Stationen und 140 Kinder, die neue Sportarten ausprobiert haben. Das ist die Bilanz des Sommer-Camps 2020. Der Landessportbund Berlin (LSB) und die Turngemeinde in Berlin e.V. (TiB) schufen für die Kinder eine Integrations-Sport-Oase auf dem Tempelhofer Feld und dem TiB-Vereinsgelände.

Zwei Drittel der Teilnehmenden leben in Unterkünften für Geflüchtete in Lichtenberg und Schöneberg. Sie alle sind Teil der LSB-Programme „Integration durch Sport“ und „Willkommen im Sport“ und sind so auf das Camp aufmerksam geworden. Außerdem haben 50 Kinder mitgemacht, die Mitglied in der TiB-Jugendabteilung sind.

14 Gruppen mit je zehn Kindern haben zahlreiche Sportarten ausprobiert: Beachvolleyball, Basketball, Hockey, Leichtathletik, Jugger, Ultimate Frisbee uvm. Sogar eine Graffiti-Station gab es, um die Kreativität anzuregen.
„In den letzten Monaten mussten die Kinder viel rumsitzen, konnten wenig rausgehen. Nach dieser Zeit der Bewegungsarmut merkt man, wie gut ihnen das Camp jetzt tut. Sie haben richtig Bock mitzumachen“, berichtet Khaled Gharbi, Projektleiter "Willkommen im Sport".

Die Veranstaltung fand wegen der Corona-Lage unter strengen Hygiene-Vorschriften statt. Dazu gehörte unter anderem, dass die Gruppen nicht vermischt wurden. Gharbi: „Die Kinder, die aus demselben Heim kommen, waren in einer Gruppe. Auch ihre jeweiligen Betreuer sind aus den Heimen mitgekommen. So waren nur diejenigen zusammen, die sich ohnehin jeden Tag sehen.“ Barbora Lenneffer von der TiB ergänzt: „Das war leider für die Integration nicht optimal. Wir hätten die Kinder natürlich gern mehr durchmischt, damit sie sich besser kennenlernen. Aber gesehen haben sie sich trotzdem – wenn auch mit etwas Abstand.“

Nächstes Jahr soll es eine Neuauflage des Camps geben. Lenneffer: „Dann gibt es hoffentlich keine Abstandsregeln mehr.

Ein Video zur Veranstaltung gibt es hier.

„Integration durch Sport“ wird gefördert vom Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat (BMI),„Willkommen im Sport" erhält Fördergelder durch die Beauftrage der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Text: Franziska Staupendahl


pROJEKT - WILLKOMMEN IM SPORT

(Hier geht es zum Originalartikel)

„Willkommen im Sport“: das Projekt, das sich zum Ziel gesetzt hat, Geflüchtete in Deutschland im Sinne einer Willkommenskultur an Sport- und Bewegungsangebote heranzuführen, wird auch dieses Jahr vom DOSB in der Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedsorganisationen umgesetzt. Dabei baut es auf den Erfahrungen aus den Projektjahren 2015-2019 auf.

Mit Hilfe einer zuverlässigen Förderung durch die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Annette Widmann-Mauz unterstützt der DOSB mit dem Projekt „Willkommen im Sport“ Sportverbände und -vereine, die besondere Sport- und Bewegungsangebote für geflüchtete Menschen in Deutschland planen, organisieren und umsetzen.

In der Förderperiode 2015-2017 beteiligten sich insgesamt 13 der 16 Landessportbünde/-verbände (LSB/LSV) an dem bundesweiten Projekt. 2018 führten sieben und 2019 neun LSB/LSV das Projekt fort. Für den Projektzeitraum 2020-2021 kommen zu acht Landessportbünden/-verbänden erstmalig auch zwei eigenständige Sportfachverbände hinzu, die das Projekt „Willkommen im Sport“ in ihrem Bundesland durchführen werden. Der Deutsche Hockey-Bund und der DJK-Sportverband (in Kooperation mit dem Deutschen Cricket Bund) sind die ersten eigenständigen Sportfachverbände die am Programm teilnehmen.

Zum Projektstart ging es vor allem darum, Geflüchteten einen Zugang zum Sport zu ermöglichen und niedrigschwellige Bewegungsangebote anzubieten, zum Teil unmittelbar in Flüchtlingsunterkünften. In den darauffolgenden Jahren lag der Schwerpunkt darauf, Geflüchtete aktiv in die Vereinsstrukturen, Angebotsentwicklung und -gestaltung einzubinden und einen Zugang zu ehrenamtlichem Engagement zu ermöglichen. In der Weiterentwicklung des Projekts wird auf bestehende Strukturen aufgebaut, um zukünftige Ziele umsetzen zu können:

  • Ehrenamtliches Engagement fördern
  • Qualifizierung von Geflüchteten
  • Empowerment
  • Interkulturelle Öffnung und Kompetenzen stärken
  • Netzwerke des Sports nutzen

Die Bandbreite der Projekte, die Verbände und Vereine durchführen, orientiert sich an den sportlichen Bedürfnissen und Erfahrungen der Geflüchteten: Skaten, Schwimmen, Boxen, Radfahren, Cricket, Tanzen und Fußball sind nur einige Beispiele. Darüber hinaus werden Übungsleiter*innen interkulturell qualifiziert. Die Erkenntnisse aus „Willkommen im Sport“ fließen kontinuierlich in die Integrationsarbeit des Bundesprogramms „Integration durch Sport“ ein und liefern wertvolle Hinweise für weitere engagierte Vereine.

Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Integration und Flüchtlinge fördert das Projekt in der Laufzeit 2020-2021 mit insgesamt knapp 1,55 Mio. Euro. Hinzu kommt die Eigenleistung der Vereine oder Verbände von mindestens zehn Prozent.

Weitere Informationen zu "Willkommen im Sport" finden Sie in unserem Portfolio "Willkommen im Sport" - eine Idee, verschiedene Ansätze, viele Erfolge: Überblick der Projektmaßnahmen.

Sie haben Interesse am Projekt und sind an einer Förderung ihrer Sportangebote interessiert oder haben Fragen, wie man ein solches Vorhaben realisieren könnte? Dann wenden Sie sich gerne an ihren jeweiligen Landessportbund für nähere Informationen.

Sie brauchen erst ein wenig Input, was bereits getan wird? Positive Good-Practice-Beispiele sowie eine Checkliste für eine Projektplanung finden sie in der Broschüre "Aktiv im Sport für und mit Geflüchtete".

 

 

 

Download
FINAL Ablaufplan 6.-10.7 Sommer Camp 202
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Wir erbitten eine schriftliche Anmeldung per E-Mail an: stefan.kaegeler@bcberlin.org

Alle Unterlagen sind zum Campbeginn in Original und unterschrieben mitzubringen. Eine Teilnahme ohne wird verweigert.